Das Ziel liegt nicht auf dem Gipfel,
sondern im Tale, wo der Aufstieg begann.
(Carl-Gustav Jung, Schweizer Psychiater)
Die historische Stadt Betancuria wurde 1404 von dem Eroberer Jean de Béthencourt, dessen Namen sie trägt, und seinem Gefährten Gadifer de la Salle gegründet. Sie war seitdem bis 1834 Hauptstadt und Regierungszentrum der Insel. Der Standort in mitten eines abgeschiedenen Hochtals wurde bewusst gewählt, bot er doch einen guten Schutz vor Piraten. Die Lage mitten im Zentralmassivs Fuerteventuras macht Betancuraia heute zu einem guten Ausgangspunkt für Wanderungen.
Wir beginnen unsere Wanderung auf einem Parkplatz am Ortsausgang (Richtung Vega de Río Palmas) und folgen der Calle Roberto Roldán in Richtung Ortsmitte. Etwa auf Höhe eines Aloe Vera Verkaufsladens biegen wir rechts auf einen gepflasterten Weg ab. Wir folgen dem Weg mit der weiß-rot-grünen Markierung ca. 100 Meter bergaufwärts. An einem Strommast halten wir uns geradeaus und folgen der Markierung des Fernwanderwegs GR 131.

In moderater Steigung geht es von hier nun stetig auf einem Erdweg bergaufwärts. Wir folgen dem GR 131, welcher übrigens alle kanarischen Insel miteinander verbindet, ca. 1,5 Kilometer bis wir zur Degollada del Marrubio auf 583 Metern ankommen. Auf der Passhöhe bieten Picknicktische Möglichkeiten zu einer Rast. Wir genießen jedoch lieber die Aussicht, die uns hier empfängt. Der GR 131 biegt hier rechts in Richtung Vega de Río Palmas ab, wir halten uns hingegen links und steigen den Bergrücken hoch.

Nach ca. einem Kilometer erreichen wir den Berggipfel Tegú auf 647 Metern Höhe. Hier holen wir die wunderschöne Aussicht nach, die wir ein paar Tage vorher bei der Wanderung auf den Morro Janana aufgrund des schlechten Wetters verpasst haben (s. TOUR). Der Blick reicht hier über die Sendestation des Morro Janana bis zum Jandía-Massiv ganz im Südwesten der Insel. Im Nordwesten sehen wir bereits unser nächstes Etappenziel, den Morro Velosa.


Wir wandern den schmalen, erdigen Pfad zu einer Einsattelung hinab. Bei einem Wasserhaus halten wir uns gerade aus und steigen zügig hinauf zum Gipfel des Morro Velosa. Kurz bevor wir den Gipfel erreichen, gelangen wir zu einem ehemaligen Aussichtslokal. Das Gebäude sieht aus, als wäre das Lokal bereits seit längerem geschlossen. Schade eigentlich, denn die Lage ist wirklich schön. Hinter dem verlassenen Gebäude erreichen wir auf einem Trampelpfad nach 150 Metern den Gipfel auf 675 Metern Höhe. Von hier oben haben wir tollen Blick, welcher bis nach El Cotillo und sogar Lanzarote reicht. An sehr klaren Tagen kann man im Westen sogar Gran Canaria und den Pico de Teide auf Teneriffa ausmachen.

Nach einer kurzen Pause steigen wir wieder zum Wasserhaus hinab. Dort angekommen, halten wir uns rechts und folgen einem steilen und gerölligen Weg in das Kerbtal Majada de la Perra. In der Talsohle angekommen, können wir bereits die Kirche von Betancuria entdecken. Wir passieren die Klosterruine San Buenaventura, welche sich auf rechter Seite des Weges befindet. Von dort führt uns eine kleine Teerstraße zurück in den malerischen Ortskern von Betancuria, wo wir die Tour beenden und die Zeit mit etwas Sightseeing verbringen.

Informationen zu Wanderung:
| Ausgangspunkt | Parkplatz Betancuria, C. Roberto Roldán, 20, 35637 Betancuria, Las Palmas, Spanien(kostenpflichtig). Man kann auch am Straßenrand parken. |
| Gesamtlänge | 6,1 Kilometer |
| ungefähre Dauer | 2 Stunden 15 Minuten |
| Anstiege | je 380 Meter An- und Abstieg |
| Schwierigkeitsgrad | leicht |
| Anforderung | Wanderung mit moderaten Anstiegen auf gut zu gehenden Wege. Auf der Tour gibt es keinen Schatten. Daher auf ausreichend Flüssigkeit und Sonnenschutz achten. Eine Kopfbedeckung ist zu empfehlen. |
| Einkehr | Auf dem Weg gibt es keine Einkehr. In Betancuria finden sich Restaurants, welche zu einer Einkehr einladen. |