Wandern auf Lanzarote: Auf die Montaña Roja bei Playa Blanca

„Leben wird nicht gemessen an der Zahl von Atemzügen,

die wir nehmen, sondern an den Momenten, die uns den Atem nehmen.“

(Maya Angelou, amerikanische Bürgerrechtlerin)

Im Süden der kanarischen Insel Lanzarote befindet sich der Ort Playa Blanca, auf Deutsch „weißer Strand“. Der einst kleine Fischerort ist inzwischen zu einem Touristenzentrum herangewachsen. Als Aktivurlauber eigentlich ein Grund, den teilweise aufgrund des Massentourismus gesichtslosen Ort zu meiden. Auf der anderen Seite verfügt Playa Blanca über eine ausgedehnte Küstenpromenade, die einen Ausblick sowohl über die Insel selbst als auch auf die Nachbarinsel Fuerteventura bietet. An ihr findet man zahlreiche Restaurants und Bars sowie etliche Geschäfte. Als Wanderer sind wir jedoch nicht zum flanieren auf die Insel gekommen, sondern um den Hausvulkan Playa Blancas, die Montaña Roja, zu besteigen.

Der erloschene, 194 Meter hohe rote Aschevulkan hat eine Flächenausdehnung von rund 1,5 Quadratkilometern und erlaubt einen guten Überblick über den ausufernden Badeort. Zudem bietet der Vulkan eine beeindruckende Aussicht auf Fuerteventura und die davor gelagerte, unbewohnte Insel Lobos.

Die Anreise nach Playa Blanca erfolgt für uns per Schiff. Von Corralejo bestehen Fährverbindungen nach Lanzarote und die Dauer der Übersetzung ist mit ca. 30 Minuten mehr als nur entspannt. Je näher wir Lanzarote und der Montaña Roja kommen, desto größer wird die Vorfreude auf die Wanderung.

Der Blick auf den Montaña Roja vom Schiff aus.

Nach einem kurzen Abstecher an die Küstenpromenade geht es nun in Richtung Startpunkt der Wanderung. Hierzu folgen wir der Calle Av. Archipiélago landeinwärts. Wir kommen zu einer großen Kreuzung mit Kreisverkehr und halten uns links in die Av. Faro Pechiguera. Nach ca. 100 Metern kommt ein weiterer Kreisverkehr und wir biegen rechts in die Calle Francia ab. Ab hier beginnt nun unsere Wanderung zum Kraterrand der Montaña Roja.

Entlang der Hotelanlage Jardines de Sol folgen wir der Straße ca. 400 Meter, ehe wir links in die Calle Noruega abbiegen. Am Ende der Straße beginnt ein schmaler, gut erkennbarer Pfad, welcher sich den Berg hinauf schlängelt. Langsam steigen wir hinauf und erhaschen erste Ausblicke auf Playa Blanca. Nach ca. 300 Metern gesellt sich von unten ein weiterer Weg zu unserem Pfad. Wir jedoch halten uns weiter bergaufwärts und erreichen nach weiteren 200 Metern bereits den Kraterrand. Die riesige Caldera heißt den Besucher staunend willkommen.

Sicht auf Playa Blanca
Blick in den Krater

Wir beginnen unsere Umrundung des Kraters im Uhrzeigersinn. Bereits nach kurzer Zeit liegen uns der Leuchtturm Pechiguera und die drum herum gebauten Bungalows zu Füßen. Ebenso gut erkennbar sind die Vulkankegel Fuerteventuras und die Häuser des Küstenortes Corralejo. Das tiefblaue Meer bildet einen schönen Kontrast zum kargen Landschaftsbild der beiden kanarischen Inseln.

Fuerteventura
Aussicht vom Kraterrand
Der Weg ist gut zu erkennen.

Nachdem wir unsere Umrundung beendet haben, geht es für uns wieder bergab. Wir nehmen dieses Mal jedoch den Weg, den wir vorher beim Aufstieg ignoriert haben und folgen diesem immer weiter hinab bis zur Calle España. Leider ist ein Teil des Abschnittes trotz der schönen Villen am Wegesrand vermüllt und man sollte aufpassen wohin man tritt.

An der Calle España angekommen, halten wir uns links und folgen der Straße entlang prächtig blühender Gärten bis wir wieder an der Calle Francia ankommen. Von hier sind es nur noch ein paar Meter bis zum Endpunkt der Wanderung.

Informationen zur Wanderung:

AusgangspunktC. Francia, 35580 Playa Blanca, Las Palmas, Spanien
Gesamtlänge5 Kilometer
ungefähre Dauer1 Stunde 30 Minuten
AnstiegeJe 200 Meter Auf- und Abstieg
Schwierigkeitsgradleicht
AnforderungEinfache Kraterbesteigung auf teilweise steinigen Wegen. Auf festes Schuhwerk sollte daher nicht verzichtet werden. Am Krater kann ggfs. ein starker Wind wehen.
EinkehrAuf der Wanderung keine. In Playa Blanca gibt es unzählige Restaurants und Bars. Uns persönlich hat es in der Bar „Yum Yum“ und im Restaurant „La Gondola“, welche beide direkt an der Promenade liegen gut gefallen. 

Hinterlasse einen Kommentar