Wandern auf Fuerteventura: Faro de Tostón

„Meer ist Glück,

das die Seele

Frei pustet.“

Im Nordwesten Fuerteventuras, der zweitgrößten Kanareninsel, liegt El Cotillo. Der kleine Ort liegt abseits des großen Tourismustrubels und ist bei Surfern sowie Individualtouristen sehr beliebt. Am nördlichen Ende von El Cotillo befindet sich der Faro de Tostón, ein schmucker Leuchtturm, welcher ein kleines Museum beheimatet. Der Leuchtturm von Tostón ist umgeben von einem Lavafeld, welches sich vom Land in das Meer zieht. Lavafelder auf der gesamten Insel zeugen vom vulkanischen Ursprungs Fuerteventuras und prägen das scheinbar karge Landschaftsbild maßgeblich. Jedoch machen sich Flora und Fauna, trotz der angeblichen Tristheit, auf sich aufmerksam. Man muss nur genauer hinsehen, was wir bei dem Spaziergang an der Küste feststellen konnten.

In der Ferne sieht man die Brandung

Wir beginnen unsere kurze Wanderung am Parkplatz des Faro de Tostón, welcher ca. 4km weiter nördlich vom Ortszentrum entfernt liegt. Die Beschilderung ist gut und auf dem Weg zu unserem Ausgangspunkt können wir schon die vielen Surfer beobachten, die mit den Wellen um die Wette reiten.

Unser Start

Am Leuchtturm befindet sich eine kleine Infotafel über einen Naturlehrpfad, welchem wir zunächst entlang des Ufers der Caleta del Marrajo folgen. Caleta bedeutet auf deutsch kleine Bucht, was hier sehr zutreffend ist. Kleine Pflänzchen säumen hier Teile des Lavafeldes. Sie profitieren von einer ungewöhnlichen Regenperiode und verleihen der Umgebung grüne Farbakzente. Nach ca. 10 Minuten erreichen wir eine Zisterne. Dort berührt unser Weg eine Fahrbahn, auf der Vans und Busse mit lässigen Surfern an uns vorbei fahren. Wir halten uns links und folgen dem Weg entlang der Wasserkante. In kleinen Buchten liegen hier Sonnenanbeter windgeschützt im Sand. Der Strand fällt hier flach ins Wasser ab, so dass einer schnellen Abkühlung nichts im Wege steht.

etwas Grün in der Ödnis

Der Weg führt nun entlang einer großen sichelförmigen Bucht. Auch hier wartet wieder ein kleiner Strand, welcher zu einem Bad im kühlen Atlantik einlädt. Am Ende der Bucht befindet sich erneut ein weiterer ca. 400 Meter langer Strand. Der Zugang zum Wasser gestaltet sich aufgrund vieler Steine hier jedoch etwas schwerer. Jedoch ist auch dieser Abschnitt durch die Sicht auf das weite Meer wunderschön. Den für Fuerteventura und allgemein Küstenregionen typische Wind kühlt angenehm unsere Haut. Wir sind dankbar darüber, denn die Sonne strahlt unerbittlich vom wolkenlosen Himmel. Für November ist es mit über 25 Grad ungewöhnlich heiß. 

In der Caleta de Punta Aguda, einer natürlich geformten Lagune, halten wir uns wieder links und folgen einem steinigen Pfad zur Punta Aguda. Am Punta Aguda, ein fingerförmiges Kap, das spitz, auf Spanisch aguda, in den Atlantik hinaus ragt, haben wir unseren Umkehrpunkt erreicht. Von hier haben wir nochmal einen wunderschönen Blick auf den Faro de Tastón und die Weite des Atlantiks.

Weitblick
Stein an Stein

Von hier folgen wir der kleinen Straße, welche uns bis zur Zisterne in der Caleta del Marrajo zurückbringt. Ab dort nehmen wir wieder den Naturlehrpfad und kehren zum Leuchtturm zurück.

Sand soweit das Auge reicht
herrliches Wetter

Informationen zur Tour:

 

AusgangspunktFaro de Tostón, 35650 La Olivia, Las Palmas, Spanien
Gesamtlänge6,6 Kilometer
ungefähre Dauerca. 2 Stunden
Schwierigkeitleicht
AnforderungSandige Pfade, welche teilweise nicht markiert sind. Unbedingt auf ausreichend Sonnenschutz und Flüssigkeit achten, da die Tour keine Schattenmöglichkeiten bietet.
EinkehrAuf der Tour gibt es keine Möglichkeit zur Einkehr

 

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